Sie... Sie Legelshurst! oder: Ich ärger mich
Ich ärger mich. Heut um halb sieben rief ne Callcenteragentin an, sie sei von der Tarifabteilung meiner hier namenlos bleibenden Festnetztelefongesellschaft, und der Tarif habe sich geändert, und man werde jetzt mein DSL auf 6000er upgraden und mir eine Telefonflatrate freischalten. Es hat sechs Minuten meines heiligen Feierabends gedauert, dieser $!%Person zu entlocken, dass das tatsächlich auch ein paar Euren mehr im Monat kostet.
Ich ärger mich, weil das unterste Schublade ist.
Ich ärger mich noch mehr, weil ich nicht nach Name und Firma gefragt habe, um diese unseriöse Telefonvertriebsfirma bei der Telefongesellschaft, die, wenn ich mich recht erinnere, gelobt hat, in Hinkunft nur noch mit seriösen Telefondrückern zu kooperieren, anzuschwärzen.
Und am meisten ärger ich mich, weil mir das nicht wurscht ist, weil ich nicht gelernt habe, diese Wut mal kurz rauszulassen und gut ist. Und ja, ich war heute Abend bei der wöchentlichen Probe von Sahnesteif (am Sonntag ist Auftritt!).
Wenn ihr also das nächste Mal von der vermeintlichen Tarifabteilung eurer Telefongesellschaft, und es ist mir sogar egal, welche, so hinterhältig angesäuselt werdet, tut mir einen Gefallen: wenn ihr verbal ausrastet, laut das UWG deklamiert und personenbezogene Unsachlichkeiten austeilt, rastet, deklamiert und teilt einmal für mich mit. Danke.
(Damit das nicht noch als Anstiftung zu irgendetwas StGB-relevantem ausgelegt wird: bei der verbalen Ausrastung genügt mir ein "Herrschaftszeiten noch einmal" und bei den personenbezogenen Unsachlichkeiten reicht ein konsonantenreicher aber ansonsten unbedenklicher Ausdruck wie "Sie Legelshurst" völlig. Dabeisein ist alles.)
'''Update 2007-12-01: '''Mir gehts wieder besser. Legelshurst ist kurz vor Kehl, und [[http://www.eblong.com/zarf/boodler/index.html|ein bisschen Geräuschkulisse]] beruhigt.